Haflinger-Technik

Die Haflinger-Technik wird auf den folgenden Seiten detaillierter beschrieben:
  • Fahrgestell
  • Motor und Getriebe
  • Karrosserie

 

Der Steyr-Puch-Haflinger

Schnittbild_1Bei der Entwicklung des Haflingers wurde ein kleines Fahrzeug mit geringem Eigengewicht, einer Nutzlast zwischen 400 und 500 Kilogramm sowie besonders guter Geländegängigkeit angestrebt.
Die Fahrleistungen des Haflingers sind abhängig von der jeweiligen Übersetzung in den Stirnradvorgelegen. Die Höchstgeschwindigkeiten liegen je nach Übersetzung zwischen 52 und 75 km/h. Die Steigfähigkeit liegt in ge- eignetem Gelände bei maximal 65 %. Mit einem durch- schnittlichen Verbrauch von rund 8,5 l/100 km (Stras- senfahrt) oder rund drei bis fünf Liter pro Stunde in schwerem Gelände weist der Haflinger in wirtschaflicher Hinsicht ausserordentlich günstige Werte auf.
Zur Lenkung dient eine Schneckenlenkung mit geteilten Spurstangen, welche selbst bei eingeschaltetem Vorder-
achsantrieb äusserst leichtgängig bleibt. Der grosse Ein- schlag verleiht dem Haflinger eine beeindruckende Wen- digkeit mit einem Spurkreisdurchmesser von nur sieben Meter.
Die hydraulische Fussbremse wirkt auf alle vier Räder und ist grosszügig dimensioniert. Die Handbremse wirkt mechanisch auf die Hinterräder. Als Bereifung der Haflinger wurde ein Spezialgeländereifen in der Grösse 145-12 mit besonders griffigen Querstollen, für Sonderzwecke ein grossvolumiger Spezialreifen der Grösse 165-12 vorgesehen. Die Bedienung und Wartung eines Haflingers ist klar und einfach gehalten.

 

Technische Details

Steigfähigkeit bis 65 %
Der Haflinger bezwingt mit voller Beladung Steigungen von 65 %. Dies wird durch die günstige Gewichtsverteilung des Fahrzeugs ermöglicht. Bei zugeschaltetem Vorderachsantrieb und eingelegten Differentialsperren wird die Motorleistung über die vier zwangsweise angetriebenen Räder sicher auf den Boden gebracht.

Geländegängigkeit
Dank der weichen Einzelradfederung mit 200 mm Federweg und den unabhängig voneinander aufgehängten Rädern bleiben diese auch in schwerstem Gelände immer am Boden. Der Haflinger bwältigt felsige und mit Geröss bedeckte Gebirgswege und verleiht das Gefühl völliger Sicherheit in der Beherrschung der Situation.

Seitenstabilität 45°
Trotz der grossen Bodenfreiheit verfügt der Haflinger über eine ausserordentliche Seitenstabilität. Der seitliche Kippwinkel beträgt 45°. Praktische Versuche haben gezeigt, dass Schrägfahrten auf Hängen mit einer Neigung von 60 % durchgeführt werden können.

Wat-Tiefe 50 cm
Wasserführende Hindernisse mit ein Tiefe bis zu einem halben Meter können den Haflinger nicht aufhalten. Auch loser Sand, Schlamm und Schnee werden dank der grossen Bodenfreiheit leicht überwunden.

Böschungswinkel 45°/40°
Enge Gräben durchquert der Haflinger dank seinen Böschungswinkeln von 45° vorne und 40° hinten und seiner geringen Fahrzeuglänge problemlos.

Bauchfreiheit 30 cm
Die günstige Bauchfreiheit und der kurze Radstand ermöglichen das Überfahren von kurzen und steilen Hindernissen.


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